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Sockensau statt Schweinebauch – ohne Awareness kein Abverkauf

Markenkommunikation mit Impact? Agenturen denken da schnell an Sichtbarkeit, Reichweite, Viralität, Awardideen. Das Ziel: die Leute in wenigen Sekunden zu berühren. Ganz egal ob mit Humor, Mehrwert oder tiefgreifenden Geschichten – jedes Mittel bzw. jedes Medium ist recht.

Auf Kundenseite wird Impact gerne auch mal mit Umsatzsteigerung gleichgesetzt. Preisstörer auf Packshots können hier und da Sinn machen, wecken jedoch keine Begehrlichkeit. Erst wenn wir der Zielgruppe gute Unterhaltung oder eine ungewöhnliche Sicht auf die Dinge bieten, können wir sie für Marken begeistern – und später somit auch zum Kauf bewegen.

Ein paar Schmankerl gefällig? Wir haben im letzten Quartal auf YouTube ein paar schöne Awareness-Aufschläge gefunden. Das „Sockenschwein von Otto“ zum Beispiel schafft es, dass wir uns über 5 Minuten mit der Geschichte eines dreisten Abzockers beschäftigen. Dieser spürt mit seinem „umgepolten Trüffelschwein“ für viel Geld verlorene Socken in Haushalten auf. Dabei wirkt es eher witzig als störend, die Otto-Mitarbeiter mit neuen Waschmaschinen als Feinbild dieses Geschäftsmodells in den Film zu integrieren. Die User verfolgen somit nicht nur eine unterhaltsame Story (über 2 Mio. Clicks). Sie finden auch auf der Website heraus, welche Haushaltsgeräte besser geeignet sind, als das Socken schnüffelnde Schwein.

Redakteur: Toby Schröder